Garreyer haben Stuttgart erkundet

Delegation folgte einer Einladung des Evangelischen Medienhauses und wurden von Bischof July empfangen

Die Freundschaft zwischen den Garreyern und Vertretern des Evangelischen Medienhauses Stuttgart (Baden-Württemberg) ist in dieser Woche mit viel Herzlichkeit auf beiden Seiten gepflegt worden. Eine Delegation aus Garrey – angeführt von Ortsvorsteher Andreas Grünthal und Pfarrer Daniel Geißler – besuchte Stuttgart (Baden-Württemberg) und folgte einer Einladung ins schwäbische Ländle, die Jürgen Kaiser als Geschäftsführer des Medienhauses im Frühjahr ausgesprochen hatte. Die Schwaben, wie sie im – preußischen – Garrey liebevoll genannt werden, wollten sich so bedanken, dass sie im Sommer 2017 für ein halbes Jahr Gäste auf Zeit im hiesigen, brandenburgischen Dorf sein durften. Zur Erinnerung: Anlass war das 500-jährige Reformationsjubiläum in Wittenberg. Das Evangelische Medienhaus repräsentiert dort die Württembergische Landeskirche  unter dem Motto „Württemberg in Wittenberg“. In der Lutherstadt hatten die Schwaben eine alte Schmiede gemietet und sie als „Württemberger Halle“ umgebaut. Mit rotierenden Bäumen und einem hängenden Weinberg sorgten die Württemberger bei der Weltausstellung für viel Aufsehen, um für das Wort Gottes zu werben und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

Immerhin 555 Kilometer legte die Garreyer Delegation zu beginn dieser Woche zurück und wurde im Hotel Wartburg in Stuttgart herzlich empfangen. Medienhaus-Eventmanagerin Micaela von Preußen – genannt die Prinzessin – ließ den Gästen nur kurze Zeit zum Einchecken, um dann in ein volles und sehr interessantes Programm zu starten.  Erste Station war das Bibliorama – das Bibelmuseum in Stuttgart; über das Buch, das alle Christen verbindet. Unter fachkundiger Führung wurde die Sonderausstellung „Psalmen in Fülle“ und die Geschichte der Bibel mit einem zeitgemäß-digitalen Konzept näher gebracht – Anfassen und Ausprobieren waren im Museum erwünscht.

Anschließend übernahm Jürgen Kaiser die Garreyer, um ihnen bei einem Spaziergang durch die Innenstadt viel Wissenswertes zu vermitteln und Sehenswertes zu zeigen. Entlang der Büchsenstraße ging es zur Königsstraße, auf der der „Kaiser“  mit seinen Gästen „flanierte“. Dabei kam wegen der Montags-Demos auch das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ zur Sprache, bei dem Parallelen zum hiesigen Flughafen BER  gezogen wurden. Wetten wurden zwar nicht abgeschlossen, dennoch gehen die Stuttgarter davon aus, dass „Stuttgart 21“ vor dem BER-Flughafen fertiggestellt wird.

Der Spaziergang ging am Kunstmuseum vorbei zum Schlossplatz. Als weitere Stationen wurden passiert u.a. Neues Schloss, Schlossgarten, Staatsgalerie,  im historischen Stuttgart das Alte Schloss mit Landesmuseum und Alte Kanzlei, Markthalle, Stiftskirche und … Der Rundgang endete im „Paulaner“ am alten Postplatz. Hier stärkte sich die Gesellschaft bei Schwabenteller (Maultaschen, Schupfnudeln, Spätzle), Gaisburger Marsch (Eintopf) und Linsen mit Saidenwürstchen (alles typisch schwäbische Gerichte). In der Runde gab es ein Wiedersehen mit „alten“ Bekannten wie Diakon i.R. Martin Allmendinger, Pfarrer Dieter Hödl u.a.m.

Am nächsten Tag erhielten die Garreyer einen umfassenden Einblick in die Arbeit und die Projekte des Evangelischen Medienhauses Stuttgart. Geschäftsführer Jürgen Kaiser schilderte die ambitionierten Projekte seiner rund 70 festangestellten Mitarbeiter und etwa 50 Freien, um Medien und Kirche zu verbinden. So ist man in allen denkbaren Bereichen innovativ und  erfolgreich aktiv – Digitalisierung, Online, PrintRadio, Film und Fernsehen, Medien und BildungEventgestaltung, um  Christen auf vielfältige Weise zu erreichen (Referenzen hier). Die Gäste besuchten die Redaktion, die Radio- und Fernsehmacher und den Ökumenischen Medienladen.

Nach Maultaschen und schwäbischen Kartoffelsalat wurde gemeinsam der Stuttgarter Fernsehturm erobert. Die Sicht von oben war freilich ergreifend, zumal ein jeder Garrey in der Ferne erahnen konnte. Der Abend wurde mit Spannung erwartet. Frank Otfried July, Landesbischof der Landeskirche in Württemberg, und Frau Edeltraut empfingen die Garreyer Delegation zum Abendessen in seinem Haus.  Der Bischof erinnerte sich an seinen Aufenthalt 2017 in Wittenberg und ganz besonders an seine Stippvisite in Garrey. Immerhin war sie für ihn so nachhaltig, dass er den Scherz bediente, dass ob der vielfältigen Kontakte die Annexion Garreys zur Landeskirche in Württemberg anstehen könnte. Immerhin  hat July, wie er berichtete, auch seinem Brandenburger Amtskollegen,  Bischof Markus Dröge, von seinem Besuch in Garrey berichtet. Dröge selbst war noch nicht in Garrey.  Bischof July kündigte schließlich an der festlichen Tafel an, im nächsten Jahr noch einmal nach Garrey zu kommen.

Jürgen Kaiser nutzte den Abend beim Bischof für einen Rückblick auf die nachhaltigen Begegnungen in Wittenberg und Garrey. Garreys Ortsvorsteher übergab Gastgeschenke an Bischof July, Micaela von Preußen und Jürgen Kaiser. Wolfgang Lubitzsch überreichte die erste Chronik der Kirche Garrey; Dr. Lubitzsch hat sie druckfrisch erstellt. OPetra Hannemann aus Wittenberg hatte ebenfalls ein kleines Präsent für den Bischof. Hier einige Impressionen (Fotos: Medienhaus Stuttgart, weitere Fotos aus Stuttgart folgen):

 

Author: Gunnar Neubert

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