Freibad-Eröffnung: Chefin sprang ins Wasser

Badeanstalt

Niemegk So viel Regen, so viel Segen! Das war wohl das Motto zur Eröffnung der Niemegker Freibad-Saison 2019 und zu 90 Jahren Freibad Niemegk. Es regnete am Sonnabend fast ununterbrochen, so gab es Wasser von oben und unten. Ein Höhepunkt des Nachmittags war: Katrin Schröter sprang ins große Schwimmbecken und zeigte allen ihre Liebe zu ihrem neuen „Baby“.

Die B.O.S.S.-Bereichschefin und ihr Team haben die Freizeiteinrichtung als Herausforderung angenommen, seit dem die Firma als Imbiss-Pächterin des Freibades auftritt. Katrin Schröter hat viel Zeit und Engagement aufgewendet, um ihr „Baby“ auf die diesjährige Sommer- und Freibadesaison vorzubereiten.

Der Sprung ins 18 Grad Celsius kalte Wasser war von Katrin Schröter längst nicht geplant. Die Initiative ging vielmehr von Doreen Schumann aus. Sie hatte vor Tage in der kalten Ostsee angebadet und war voll motiviert mit einem Rucksäckchen voller Badesachen ins Freibad gekommen. Sie suchte unentwegt nach Gleichgesinnten, die sie bei ihrem Vorhaben in Niemegk unterstützen könnten.

Doreen Schumann musste erst die eine oder andere Absage einstecken. Als aber ihre Begleiterin ausfindig gemacht war, musste die Erzieherin nicht lange bitten. Katrin Schröter holte kurzentschlossen den Badeanzug von zu Hause und ab ging es ins kühle Nass. Vom Vorhaben der beiden Frauen ließ sich noch Doreen Schumanns Schwager Michael – Michel – Boldt anstecken.

Nur dieser war ohne Badehose gekommen. Kein  Problem: Die Schwägerin hatte vorgesorgt und zog die Badeshorts ihres Mannes Eike aus ihrem Rucksäckchen. Ein kurzer Blick auf die Hose und Michel Boldt meinte: „Passt!“ Vorsichtshalber schaute er noch vor dem kühnen Sprung aufs Thermometer im Wasser. „18 Grad! Passt!“

Zu Beginn der Freibad-Eröffnung hatten sich Pfarrer Daniel Geißler, Bürgermeister Hans-Joachim Linthe, Stadtverordneter Reyk Schulz (Zukunft Niemegk) und Bauamtschef Thomas Griesbach am Beckenrand eingefunden, um ebenfalls den Sprung ins kühle Nass zu wagen. An Symbolik fehlte es freilich nicht. Denn nach dem Beschluss der Stadtverordneten, das Freibad in eigener Regie zu betreiben, gilt dies als Sprung ins kalte Wasser.

Vom Regenwetter ließ sich manch einer nicht abschrecken. Die Besucher stärkten so auch die lobenswerten Initiativen der Freibad-Aktivisten. Sie engagieren sich für den Erhalt der beliebten Freizeitstätte und waren am Sonnabend mit Kaffee und Kuchen vor Ort. Gut eine Woche zuvor beteiligten sich die Freibad-Aktivisten am Arbeitseinsatz vor Ort.

Freibad-Aktivistin Ines Maager verwies auf die neue Ehrentafel der Sponsoren für das Freibad. „Es sind noch nicht alle dort vermerkt“, erklärte Ines Maager. Aber das Logo der Elektro Niemegk GmbH ist schon deutlich zu sehen. Das Unternehmen sagte zu, jährlich 500 Euro für das Freibad zu spenden. Die schmückenden Blumen kamen vom Blumeneck Hausig in Niemegk. In jedem Fall sei die Unterstützung von Sponsoren notwendig, um das Freibad zu erhalten und notwendige Instandsetzungsarbeiten vornehmen zu lassen.

„Ich benötige dringend noch einen Rettungsschwimmer“, erklärte Thomas Albert. Der Rettungsschwimmer der Johanniter sorgt für die Sicherheit im Freibad. „Allein kann ich die Saison schwer abdecken. Für freie Tage oder einen anderen Ausfall meinerseits müsste schon ein Vertreter  da sein“, meinte Thomas Albert.

Über Kaffee und Kuchen hinaus gab es Deftiges vom Grill und allerlei Naschwerk am Imbiss von Ivonne – Emma – Voigt. Sie zapfte frisches Bier und empfahl auch Glühwein gegen die Kälte.

Hier ein paar Eindrücke (Fotos: Ivonne Voigt, Daniel Geißler, Gunnar Neubert):

Author: Gunnar Neubert

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