Ein BH wedelt am Rädigker Pfingstbaum

Beim Aufstellen der Pfingstmaien auf den Dörfern war der Wind am Sonnabend ähnlich stark. So folgenreich wie in Dahnsdorf war es andernorts nicht. In Garrey erkannte Feuerwehrchef Lutz Wieland die Gefahr und folgte der Empfehlung ´von Ortsvorsteher Andreas Grünthal, das Abflauen des Windes abzuwarten. Unterdessen wurde die Zeit genutzt, um bunte Bänder an der  Birke zu befestigen.

Die Rädigker wussten ebenfalls um die Gefahr, trotzdem wurde das Wagnis mit vereinten Kräften gestartet. Alles ging gut. Zum Schluss wurde der Stamm ganz herkömmlich mit Holzpflöcken befestigt. Ob es der Wind war oder einer der Männer war, keiner weiß es genau – Im Rädigker Pfingstbaum hat sich ein BH verfangen und wedelt jetzt lustig im Wind. Nun wird im Dorf gerätselt, welcher Frau er gehören mag….

In Haseloff wurde eine neue Pfingstmaie aufgestellt, die alte hatte ausgedient. Das neue Exemplar ist 26 Meter lang und stammt aus dem Niemegker Werderwald. „Es ist eine stattliche Lärche“, teilte Mirko Stahlberg mit. Bunte Bänder und die Deutschlandfahne schmücken in Haseloff den Pfingstbaum. Bei der Aktion in Haseloff wurde ein Traktor zur Hilfe genommen – das war eine sichere Sache.

In Raben saßen die starken Männer schon frühzeitig unterm Maibaum. Das Bier schmeckte offensichtlich und der Grill stand schon parat. In Klein Marzehns ließ man sich Zeit. Dort lag der Stamm, der vor zwei Jahren geschlagen wurde, auf dem Spielplatz.

Allgemein sprach sich das Unglück von Dahnsdorf schnell herum. Gleich wurden Erinnerungen wach, dass es 1997 ein Unglück beim Maibaum aufstellen in Grubo gab. Dort wurde damals ein Mann tödlich verletzt.

Hier Eindrücke aus Rädigke, Raben, Klein Marzehns, Garrey und Haseloff.

 

Author: Gunnar Neubert

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