Beratung für politisch Verfolgte

Wiesenburg/Niemegk Die Mitarbeiter der Brandenburgischen Aufarbeitungsbeauftragten laden interessierte Bürger aus Wiesenburg und Umgebung zur Beratung vor Ort ein. Das Angebot richtet sich an Menschen, die in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR politisch verfolgt wurden sowie deren Angehörige. Darauf verweist der Landkreis in einer Mitteilung.

Beratung für politisch Verfolgte in der Sowjetischen Besatzungszone / DDR
Beratung zur Einsichtnahme in die Stasi-Akten
In der Gemeindeverwaltung Wiesenburg
Termin Dienstag, 18.06.2019, 14 – 18 Uhr
Ort Schlossstraße 1, 14827 Wiesenburg/Mark

Auch 30 Jahre nach der friedlichen Revolution ist das Interesse an den von der Stasi gesammelten Informationen hoch; und noch immer haben viele ihren Anspruch auf Rehabilitierung und
Entschädigung nicht geltend gemacht oder nicht durchsetzen können. Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur bietet deshalb
Beratungstermine in den brandenburgischen Kommunen an.

  • In Einzelgesprächen können insbesondere folgende Themen besprochen werden:
    die Rehabilitierung von SED-Unrecht nach dem Strafrechtlichen, Verwaltungsrechtlichen und
    Beruflichen Rehabilitierungsgesetz und sich daraus ergebenden Leistungsansprüchen
  • die Suche nach personenbezogenen Unterlagen, die die politische Verfolgung oder den
    rechtsstaatswidrigen Eingriff in das Leben des Einzelnen dokumentieren
  • die Anerkennung verfolgungsbedingter Gesundheitsschäden
  • Vermittlung psychosozialer Beratungs- und Hilfsangebote
  • Ansprüche Hinterbliebener von Verfolgten
  • Es können Anträge zur Einsichtnahme in die persönlichen Akten des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit auf Grundlage des Stasi-Unterlagen-Gesetz gestellt werden. Voraussetzung ist die Vorlage eines gültigen Personaldokuments.

Michaela Burkard
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Hegelallee 3
14467 Potsdam
Telefon 0331 / 23 72 92 – 16
Telefax 0331 / 23 72 92 – 29
michaela.burkard@lakd.brandenburg.de

Ferner soll in der Beratung denjenigen Raum gegeben werden, die sich mit ihren Erfahrungen und Erlebnissen in der DDR allein gelassen fühlen bzw. sich mit ihrer Rolle im kommunistischen
Herrschaftssystem auseinandersetzen wollen. Die Beratung wird kostenfrei und ohne Anmeldung angeboten.

Author: Gunnar Neubert

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