Neu: Rädigkes Ölmühle mit Laden „Hof Rabenstein“

Rädigke Während des traditionellen Verpächtertages am Freitagabend hat die Hoher Fläming eG Rädigke-Niemegk die neue Ölmühle mit dem neuen Laden „Hof Rabenstein“ in Rädigke feierlich eingeweiht. Thomas Schulz, Fachbereichsleiter für Landwirtschaft und Veterinärwesen im Landratsamt Potsdam-Mittelmark, schnitt im Beisein der Vorstände Gerald Herzog und Fred Schulze das obligatorische Band durch. Danach konnte die neue Ölmühle mit dem schmucken Laden „Hof Rabenstein“ und regionalen Produkten besichtigt werden.

In einer Ansprache sagte Fred Schulze, dass die bisherige Ölmühle fast 15 Jahre gepresst hat. So sei die Entscheidung gefallen, eine neue Ölmühle mit Hofladen zu etablieren. „Sie ist gelungen“, meinte der Vorstand. Motivation gebe die sich stetig erweiternde Vermarktung des Rädigker Rapsöls. Derzeit werde es in Berlin und Potsdam angeboten und werde in den nahkauf-Filialen gelistet. „Hier im Umfeld von Rädigke kauft fast ein jeder nur noch unsetr Rapsöl. Denn es ist das beste Rapsöl, das es weltweitgibt“, sagte Schulze überzeugt.

Der Redner erinnerte an den Werdegang des Baues. Nach den Planungen sei die Firma Heise als Ölmühlenbauer gewonnen worden. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. „Es ist eine wunderbare Anlage geworden. Sie ist klein und kompakt, wenn man sich an die vorherige, große Anlage erinnert“, sagte Fred Schulze. Beteiligt waren auch die Baufirma Hellner und die Raiffeisen Volksbank als Finanzierer.

Der Landwirtschaftsbetrieb möchte das geliehe Geld wieder zurückzahlen. „Deshalb wurde von uns eine neue Marke Hof Rabenstein gegründet“, berichtete Fred Schule. Unter der neuen Marke sollen in Zukunft über das Rapsöl hinaus Leinöl, Sonnenblumenöl und voraussichtlich ab dem Jahr 2020 auch Bio-Rapsöl und Bio-Leinöl hergestellt werden. Das sei eine besondere Herausforderung, weil die Produktion der landwirtschaftlichen Produkte darauf umgestellt werden müsse.

Gerald Herzog gab den über 300 Verpächtern noch einige Ausführungen über den Stand bei Ackerbau und Viehzucht in der Hoher Fläming eG Rädigke-Niemegk. Danach waren die Verpächter zu Rundgängen in der Ölmühle mit Hofladen, zur Technikschau – moderiert von Christoph Herzog – auf dem Acker und zu Besichtigung der Ställe, der Biogasanlage und der Photovoltaikanlage – mit Erläuterungen von Fred Schulze – eingeladen. Siegfried und Andreas Mahlow hatten dazu Kremser angespannt, um den Verpächtern die Wege zu erleichtern.

Die Gäste verfolgten die Erläuterungen von Florian Schulze zur neuen Ölmühle und zum Hofladen besonders aufmerksam. Die Investition belief sich auf rund 200.000 Euro und wurde zu 45 Prozent aus Mitteln der Leader-Förderung unterstützt. Daher war auch Regionalmanager Heiko Bansen bei der Einweihung dabei.

Über einen Annahmetrichter gelangt der Raps in einen Vorratsbehälter, der Fassungsvermögen von 1,5 Tonnen hat. Über eine Förderschnecke – ähnlich einem Fleischwolf – wird der Raps kalt gepresst, um das wertvolle und gesunde Öl zu gewinnen.

„Frischer geht es nicht“, erklärte Florian Schulze vor Ort. Innerhalb einer Stunde werden aus 15 Kilogramm Raps insgesamt 5 Liter Öl gepresst. Somit werden pro Tag 120 Liter gewonnen. Bevor das reine Öl einmal am Tag abgefüllt werden kann, duchläuft es die Sedimentation. „Das sogenannte Truböl durchläuft nacheinander fünf Behälter, in denen sich Schwebstoffe abnsetzen. Diese Sedimentation findet ohne Stron statt und ist ein besonders umweltfreundliches Verfahren“, sagte Florian Schulze.

Besonders stolz sind die Rädigker Landwirte auch auf den neuen Laden “ Hof Rabenstein“. Wer dort einkauft, kauft bewusst regional und unterstützt die Produktion vor Ort. Neben Rapsöl – auch verfeinert mit Chili, Knoblauch oder Sanddorn – gibt es dort u.a. Nudeln, Senf, Marmelade, Eierlikör, Kümmelschnaps… – alles von hier.

Der Verpächtertag klang mit einem Buffet der BBQ-Bulls Schönhagen, bei Musik und fachkundigen Gesprächen aus. Vielfach gab es Hinweise auf das Kreiserntefest am 14./15. september in Niemegk.

Der Hofladen „Rabenstein“ in Rädigke, Werderstraße, ist Montag bis Freitag, von 7 bis 16 Uhr geöffnet (bitte ggf. im Büro melden).

 

Author: Gunnar Neubert

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