Durch den Fläming geknattert

Klein Marzehns Es war wieder putzig anzusehen, als die „Knutschkugeln“ vom Typ Fiat 500/600 und Steyr Puch durch den Fläming knatterten. Als Höhepunkt galt eine gemeinsame Ausfahrt durch das „lustige Brandenburg“, wie es hieß. Tatsächlich steuerten die Wagen im „Kleinformat“ am Sonnabend die Burg Eisenhardt in der Kur- und Kreisstadt Bad Belzig an. Auch die Rückfahrt gelang pannen- und unfallfrei. Nur einzelne Fahrer mussten am Ziel die Heckklappe öffnen, um den Motor durch den Wind kühlen zu lassen. Der hiesige Höhenzug hatte manchen Kleinen einiges abverlangt.

In Klein Marzehns hatten die Fiat- und Steyr Puch-Freunde auf dem Vierseithof von Mathias Duesterg (Düsi) am vergangenen Wochenende Station gemacht. Hier ist einmal im Jahr, meist im August das Mekka der „Knutschkugel“-Fans aus ganz Deutschland. Sie schätzen die herzliche und urtümliche Atmosphäre. Hier lässt es sich gemütlich in alten Erinnerungen schwelgen,  feiern und anschließend schlafen – ob im Heu, im Zelt, im Auto oder am Lagerfeuer.

Über 30 Fahrzeuge aus ganz Deutschland und die des Gastgebers waren wieder einmal zu bewundern. Und in der Ankündigung wurde tatsächlich nicht zu viel versprochen – alte Hasen erzählten alte Geschichten von alten Autos und alten Fettpressen. Freilich wurden auch die zahlreichen Pokale von Mathias Duesterberg bewundert, die aus einer Zeit stammten, als der Kfz-Meister  erfolgreicher Rennfahrer im Fiat 500 war.

Und alle Jahre wieder gingen die Meinungsverschiedenheiten auseinander, ob der kleine Italiener oder der Steyr-Puch der bessere Oldtimer ist. Rein äußerlich ähneln sie sich stark, wenngleich die die Karosserie des in Österreich produzierten Puch eine Fiat-Lizenz ist, erklärt Mathias Duesterberg Interessierten gern. Sonst gibt es bei den beiden Marken kaum Gemeinsamkeiten. Nur eben, dass die Puch-Fahrer glauben, ihre Wagen sind viel zuverlässiger…

Ein weiterer Höhepunkt des Wochenendes war am Sonnabend der Auftritt der New-Orleans-Jazz-Combo „La Foot Creole“. Alle Bandmitglieder um das Berliner Jazz-Urgestein Raimer Lösch sind über 60. Ihre Musik ist noch älter. Dennoch lauschten die Fiat-Fans der Band, die jeden Mittwochabend im Keller des Zosch Berlin spielen. (4 Fotos Benjamin Czarnowski). Fütr eine gute Frühstücksversorgung war bei Doris Brachwitz in der Gaststätte „Fläming-Eck“ gesorgt.

 

Author: Gunnar Neubert

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