Tiere und süßes Früchtchen am Locktower Himmel

Locktow Das 20. Fest der Drachen und Windspiele am Wochenende auf dem Flugplatz Locktow hat tausende Besucher gelockt. Diesmal gab es herrlichen Sonnenschein und der Wind ließ – bis auf wenige Flauten – hunderte, bunte Drachen in der Luft tanzen.

Die Organisatoren um Sabine und Frank Miklis, dem Drachen Club Hoher Fläming, dem Rixdorfer Drachen Team, dem Fremdenverkehrsvererin Niemegker Land und vielen fleißigen Helfern und Sponsoren war es ein weiteres Mal gelungen, ein Fest für Groß und Klein zu organisieren. Viele Familien nutzten das schöne Wetter für einen Ausflug ins Grüne mit bunten Drachen am hellblauen Himmel. Obendrein wurde der freie Eintritt und das kostenfreie Parken geschätzt. Das gibt es nur noch ganz selten bei Veranstaltungen dieser Größenordnung.

Die zahlreichen Drachenfreunde aus vielen Teilen Deutschlands waren ob der Wetterbedingungen happy. So sah man ganz am Ende des Locktower Flugfeldes eine große Erdbeere in der Luft hüpfen. Besitzer Hupe Urban aus Berlin war am Boden sichtlich bemüht, sein „süßes Früchtchen“ in der Luft zu halten, unweit flatterten viele Tiere im Wind. Der Senior war erst das zweite Mal in Locktow dabei und wählte bewusst einen Randplatz, um nicht mit anderen Drachen ins Gehege zu kommen. Ansonsten zählt sich Hupe Urban zu den passionierten Drachenfliegern und war auch bei einem großen Treffen axuf der dänischen Insel Fano dabei.  Übernachtet hat Hupe Urban allerdings nicht in Locktow, er zog es vor, in seiner zum Verkauf stehenden Wohnmühle in Haseloff zu schlafen.

Die Niemegker Drachenfreunde waren in Locktow ebenfalls dabei. Eva Aulich freute sich über das schöne Wetter und berichtete von den vielen Treffen der Drachenfreunde, die sie mit ihren Mann übers Jahr besucht hat. Im Wohnwagen geht es durch ganz Deutschland und nach Skandinavien- „Die Saison beginnt alljährlich in Stölln und endet auch dort“, erzählt Eva Aulich. Die Familie zieht es alljährlich an den historischen Ort.  Berühmt geworden ist Stölln eigentlich erst durch ein tragisches Ereignis, nämlich den Absturz von Otto Lilienthal am 9. August 1896. Der Flugpionier hatte hier auf dem 110 Meter hohem Gollenberg mehrere hundert Flüge bis zu Weiten über 250 m gestartet.

Abgestürzt ist der Hubschrauber Marke Eigenbau von Lars Siebert in Locktow nicht. Der Hubschrauber übernahm den beliebten Bonbon-Abwurf für die Kinder. Sie stürzten förmlich auf die Süßigkeiten und hatten ihre Freude daran. Der Akku betriebene Flieger gehört zum Brandenburger Modellflugverein (MFV) aus Damelang, der sich zum zweitem Mal in Locktow präsentierte. Die Modellflugpiloten stellten Flugzeuge und Hubschrauber aus, die allerdings keine Starterlaubnis bekamen.

Michael Krone, der Entwickler der Papierflieger-Faltmaschine, war auf dem Flugplatz deutlich zu erkennen. Seine Flieger starteten ohne Erlaubnis und boten ein buntes Bild am Boden. Frank Miklis war immer wieder auf dem großen Flugfeld in Aktion zu erleben. Traditionell zeigte er die Rettungs-Fallschirme, an denen kleinere Flugzeuge in Not sicher den Boden erreichen. Beim beliebten  Fallschirmziehen konntemn Frauen und Männer sich beweisen.

Es gab viele Spiel-, Spaß- und Mitmachangebote während des Drachenfestes. Die freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Planetal waren mit ihrer Technik vor Ort, um über die Arbeit und Ausbildung in der Feuerwehr zu informieren.

Die Locktower Familien sorgten in hervorragender Weise für das leibliche Wohl beim Jubiläumsfest der Drachen- und Windspiele. Herzlichen Dank an alle Akteure für zwei erlebnisreiche Tage in Locktow.

Author: Gunnar Neubert

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